Gleitsichtbrille

Mit der richtigen Gleitsichtbrille erleben Sie scharfes Sehen von Nah bis Fern

Gleitsichtbrille

Eine Gleitsichtbrille verfügt im oberen Bereich des Brillenglases über einen Bereich für das Sehen in die Ferne und ermöglich bei Blickabsenkung mittels Stärkenzunahme das Lesen in der Nähe. Im Übergangsbereich von der Fern- zur Nahzone befindet sich ein Bereich für mittlere Entfernungen.

Über Gleitsichtbrillen hört man unterschiedliche Meinungen. Während manche Menschen im Bekannten- und Freundeskreis hinsichtlich Einschränkungen oder gar Unverträglichkeiten berichten, gibt es Nutzer die mit Ihrer Gleitsichtbrille höchst zufrieden sind.

Seit der Erfindung der Gleitsichtbrillen im vorigen Jahrhundert, sind laufend Verbesserungen vorgenommen worden. Das beste Gleitsichtglas ist jedoch wertlos, wenn es nicht optimal nach den individuellen Parametern des zukünftigen Trägers hergestellt und eingearbeitet wird.

Hinsichtlich einer optimalen oder eingeschränkten Verträglichkeit gibt es nämlich Gesetzmäßigkeiten. Es sind respektive drei Forderungen, welche zu erfüllen sind, um das stufenlose und komfortable Sehen von Fern- bis Nah zu garantieren.

  1. Die Dioptrienwerten müssen 100%ig exakt festgestellt werden
  2. Die Zentrierung der Brillengläser muss millimetergenau umgesetzt werden
  3. Das für den jeweiligen Träger am besten geeignetste Gleitsichtglas muss verwendet werden

1. Exakte Dioptrienwerte

Bereits ein „kleiner“ Fehler von 0,25 Dioptrien bei der Augenvermessung reduziert die Verträglichkeit einer Gleitsichtbrille um bis zu 25 Prozent. Deshalb ist vor jeder Gleitsichtbrillenanfertigung eine Messung durch einen Augenoptiker oder Optometristen absolut empfehlenswert. Sie ermitteln die exakte Korrektur im Rahmen einer professionellen Dioptrienbestimmung. Die zum Teil vertretene Meinung eine Brille stärker oder schwächer zu machen als der tatsächliche Dioptrienwert beträgt ist bei einer Gleitsichtbrille nur eingeschränkt anwendbar, da die Brillenglashersteller bei der Berechnung ihrer Gleitsichtgläser immer davon ausgehen, dass der Optometrist, Augenoptikermeister oder Augenarzt die Vollkorrektur – und keine Teilkorrektur – ermittelt.

Tipp:
Lassen Sie vor der Anfertigung einer Gleitsichtbrille Ihre Dioptrienwerte von einem Augenoptiker oder Optometristen professionell bestimmen.

2. Exakte Zentrierung der Brillengläser

Gleitsichtgläser weisen im oberen Bereich einen Punkt auf, an dem der Dioptrienwert für die Ferne optimal ausgeglichen ist. Dieser Punkt muss bei Ihrer normalen, habituellen Kopfhaltung exakt vor Ihrer Pupille liegen. In Richtung des unteren Fassungsrandes nimmt die Dioptrienstärke stetig Richtung Plus zu und mündet in einem weiter unten liegenden Punkt, der ideal zum Lesen geeignet ist. Egal wie – der Augenoptiker muss diese Punkte professionell bestimmen und entscheidet darüber wie gut eine Gleitsichtbrille hinsichtlich der Zentrierung verträglich sein wird.

Tipp:
Hände weg von Gleitsichtbrillen, welche im Internet angeboten werden. Kaufen Sie Gleitsichtbrillen nur im Zuge einer ordnungsgemässer Zentrierung durch einen Augenoptiker oder Optometristen.

3. Auswahl des typgerechten Gleitsichtglases

Abhängig von Ihrem Beruf, Hobbies und Körperhaltung wählt Ihr Augenoptiker oder Optometrist mit Ihnen das für Sie beste Gleitsichtglas aus. So gibt es Gleitsichtgläser mit einem sehr lang gestreckten Übergang von der Ferne zur Nähe (weiche Gleitsichtgläser) oder Designs, die einen großen Fern- und Nahbereich ermöglichen und dafür einen kurzen Übergang haben (harte Gleitsichtgläser). Für den Erfolg einer Gleitsichtbrille ist die Auswahl vom richtigen Glastyp maßgeblich.

Tipp:
Lassen Sie sich  hinsichtlich der unterschiedlichen Gleitsichglas-Designs vor dem Kauf beraten.

Zusammenfassung

Der Unterschied zwischen einer gut verträglichen oder nicht so gut verträglichen Gleitsichtbrille machen oft nur kleine Abweichungen hinsichtlich Dioptrienstärke, Zentrierung und verwendeten Gleitsichtglas aus. Beim Kauf einer Gleitsichtbrille sollten Sie und Ihr Augenoptiker keine Kompromisse eingehen.

Die Alternative zu einer Gleitsichtbrille, stellen eine Fern- und eine Lesebrille dar. Gleitsichtbrillen sind im Alltag jedoch besser als das permanente Wechseln zwischen den Brillen.

 Fernbrille
Lesebrille
Gleitsichtbrille
Mit einer Fernbrille werden nahe Objekte unscharf wahrgenommen
Mit einer Lesebrille werden ferne Objekte unscharf wahrgenommen
Stufenlos scharfes Sehen von Nah bis Fern mit einer Gleitsichtbrille

 

 

Tipp:
Eine Gleitsichtbrille ist nicht unbedingt für langes Arbeiten am Computer geeignet. Lassen Sie sich auch hinsichtlich einer Bildschirmbrille beraten.

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