1. Virtuelles Museum der Augenoptik

Im 1. Virtuellen Museum der Augenoptik finden Sie neben der Geschichte der Brille auch historische Brillenabbildungen, Artefakte der Augenoptik und digitalisierte Literatur zurückreichend bis in das 14. Jahrhundert.

Lesestein
Die Geschichte der Brille
Vom Lesestein zur Ohrenbrille
Die Erfindung der Brille war ein großer kultureller Fortschritt für die Menschheit. Anfangs konnten nur konvexe Sehhilfen zur Kompensation der Alterssichtigkeit hergestellt werden. Erst mit Hilfe der Brille konnten alterssichtig gewordene Gelehrte weiterhin lesen und schreiben. In weiterer Folge, etwa um die Mitte des 15.Jahrhunderts, wurden auch konkav geschliffene Gläser zur Korrektion der Kurzsichtigkeit gefertigt. Nach 700 Jahren Entwicklung ist es für uns heute sellbstverständlich, Brillen in verschiedensten Qualitätsklassen käuflich erwerben zu können. Dies war nicht immer so – in früheren Zeiten waren Sehhilfen kleine Kunstwerke des Brillenmacherstandes.
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Schneebrille
Die Geschichte der Sonnenbrille
Wie schützten sich unsere Vorfahren vor grellem Licht?
Seit langer Zeit ist bekannt, dass das grelle Sonnenlicht für das Auge unangenehm ist und sogar schaden kann. Der natürliche Schutz des Menschen – die Verengung der Pupille mittels der Iris – und das Blinzeln war besonders bei Naturvölkern nicht immer ausreichend. Besonders jene Kulturen, die im Eis und Schnee leben, sind durch die durch Reflexion hervorgerufene intensive Lichteinwirkung gefährdet. Sie halfen sich schon früh durch „Schneebrillen“ aus Knochen oder anderen Materialien, die das Licht nur durch einen engen Schlitz hindurch ließ.
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Petrus - Nietbrille
Die Brille in der Kunst
Historische Brillenabbildungen – eine einzigartige Galerie
In Europa gibt es einige interessante Gemälde mit historischen Abbildungen von Brillen, manche davon in Österreich. Wir begrüßen Sie zu Ihrem Kunst-Rundgang in der Galerie vom 1. Virtuellen Museum der Augenoptik. Wenn Sie Bilder anklicken, werden diese in höherer Auflösung geladen. Ein Klick auf die Kurzinfos neben den Bildern bringt neben höherer Auflösung einen eingehenden Bericht über das Entstehen des Werkes und dessen Aufenthaltsort.
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1530 - Nürnberger Zunftzeichen
Allegorien & Embleme
Alte Zunftzeichen und Wappen des Optikergewerbes
Wie bei jedem Gewerbe, gibt es auch bei den Augenoptikern alte Zunftzeichen und Wappen. Einige besonders schöne Embleme haben wir an dieser Stelle für Sie gesammelt und abgebildet.
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Ibn al Haitham Auge
Ibn al-Haitham (Alhazen)
Leben (965-1039) und Verdienst für Lesestein und Brille
Abu Ali al-Hasan ibn al-Haitham gilt zu Recht als einer der ganz großen islamischen Wissenschaftler und Naturforscher seiner Zeit. Er beeinflußte maßgeblich die Entwicklung in der Optik und gilt als Wegbereiter für die Erfindung des Lesesteins, der letztendlich zur Erfindung der Brille führte, obwohl er solch optische Hilfsmittel nicht selbst hergestellt hatte. Er lebte in den sogenannten „Goldenen Jahrhunderten“ des islamischen Kulturkreises, also im dritten und vierten Jahrhundert der islamischen Zeitrechnung bzw. von 965 bis 1039 n.Chr. unserer Zeitrechnung.
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Eine asphärische Visby Linse
Die Visby Linsen
Vergrößernde Wirkung optischer Linsen bereits vor Erfindung des Lesesteins?
Die Frage nach dem Entstehungszeitpunkt der Brille oder deren Vorläufer beschäftigt schon Generationen von Augenoptikern. Bisher war man der Ansicht, daß die Entstehung des ersten Vergrößerungsinstrumentes im Zusammenhang mit der Übersetzung des Buches “Schatz der Optik” vom arabischen Gelehrten Ibn al Haitham (996-1038) stand. Westeuropäische Mönche griffen den Gedanken Ibn al Haitham’s auf und fertigten überhalbkugelige Plankonvexlinsen. Das Jahr 1240 stand bisher als „Meilenstein“ in der Entwicklungsgeschichte der Brille. Ein Schatzfund in Gotland brachte Ende des letzten Jahrtausends diesen „Meilenstein“ ins Wanken.
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1867 Statuten der Optiker-Genossenschaft, Wien
Selbstständiges Optikerhandwerk
Aus der Festschrift “130 Jahre selbstständiges Optikerhandwerk in Österreich”
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Österreich noch kein Optikerhandwerk. Die Versorgung der Bevölkerung erfolgte, soweit es die damaligen Möglichkeiten erlaubten, durch die Schleifer von optischen Gläsern und die Brillenmacher. Die durchschnittliche Arbeitszeit war im Sommer von 6 Uhr früh bis 7 Uhr abends, im Winter von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends mit 1/2 Stunde Frühstückspause, 1 Stunde Mittagspause und 1/2 Stunde Jausenzeit.
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Schleifstein_1920
Optikerlehre anno 1920
Aus dem 1920 erschienen Buch: Handbuch der Optik – Der perfekte Optiker
„Der Lehrling ist seinem Prinzipal zu unbedingter Treue verpflichtet. Er ist weiterhin zum Gehorsam verpflichtet, und zwar nicht nur seinem Prinzipale gegenüber, sondern auch dessen Vertreter. Über die Dauer der Lehrzeit, der Höhe des zu zahlenden Lehrgeldes usw. wird zwischen dem Geschäftsherrn und dem gesetzlichen Vertreter des Lehrlings (Vater, Vormund) zweckmäßig ein Vertrag (Lehrvertrag, Lehrkontrakt) abgeschlossen.“
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1920 Scheitelbrechwertmesser
Maschinen und Geräte anno 1920
Einrichtung einer modernen Optikerwerkstätte im Jahr 1920
Durch Einsetzen entsprechend geformter Führungsscheiben aus Stahl, ließen sich, mit Hilfe dieser Glasschneidemaschine, die gebräuchlichsten Brillenglasformen ausschneiden. Die Scheibengrößen konnten an einer Mikrometerskala eingestellt werden.Der Auflageteller ist bei diesem Gerät mit einer Gradeinteilung versehen, um die richtige Achsenlage bei einem zylindrischen Glas zu gewährleisten.
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Phenakistiskop Lebensrad
Optisches Spielzeug – Bewegte Bilder
Laufende Bilder aus der Biedermeier-Zeit, frühe Vorläufer des Films
Dass die Bilder bereits vor der Erfindung des Films laufen konnten, ist eine meist unbeachtete Tatsache. Doch gerade diese Vorläufer mit ihren oft ausgeklügelten Bewegungsmechanismen bildeten eine entscheidende Grundlage für die spätere Entwicklung des Films. Mittels physiologischen und psychologischen Phänomenen wie der Nachbildwirkung des Auges oder dem stroboskopischen Effekt rufen sie die Illusion von Bewegung hervor.
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1780 - Sigaud de la Fond - Anweisung zur Experimentalphysik
Optische Physik von 1780
Originalauszug aus dem Buch „Experimentalphysik“ von Sigaud de la Fond
Der Naturwissenschaftler Sigaud de la Fond (1730-1810) war Professor der Experimentalphysik und Lehrer der Mathematik an der Pariser Universität. Als Mitglied der königlichen Societät der Wissenschaften zu Paris, Angers, Montpellier und der kurfürstlichen bayrischen Akademie experimentierte er 1776 mit Macquer und fand heraus, daß bei der Verbrennung von Wasserstoff Wasser entsteht.  Im vorliegenden Werk schildert er Reflexionsgesetz, Brechungsgesetz, Katoptrik, Newtonisches Farbensystem und die Erfindungen von Camera Obscura, Ferngläser, katoptrischer Teleskope und Brennspiegel.
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1801 Erfindungen
Handbuch der Erfindungen
Originalauszug aus dem 1801 erschienen Buch von J.L.Busch
Einblicke in die Sichtweise des ausklingenden 18. Jahrhunderts hinsichtlich optisch, physikalischer Entwicklungen gibt das 1801 erschienene Handbuch der Erfindungen. In ihm werden technische Meisterleistungen und die Entstehungsgeschichte der Brille, des Brennglases, des Brennspiegels, der Camera Obscura und des Fernrohres beschrieben.
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Westphal, Die Kunst gesunde Augen bis ins hohe Alter zu erhalten
Die Kunst gesunde Augen bis ins hohe Alter zu erhalten
Originalauszug aus dem Buch von Carl Friedrich Otto Westphal um 1834
Die vorliegende populärwissenschaftliche Schrift von Carl Westphal (*1800 bis †1879) befasst sich mit der Erhaltung des Augenlichtes aus der Sicht der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Quedlinburger Arzt war der Vater von Carl Friedrich Otto Westphal (* 23. März 1833 in Berlin; † 27. Januar 1890 in Kreuzlingen bei Konstanz), welcher als Neurologe unter anderem mit der Entdeckung des autonomen Kerngebiets des Nervus oculomotorius (heute als Edinger-Westphal-Kern bezeichnet) bekannt wurde.
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Arlt - Verletzungen des Auges und deren gerichtsmedizinischer Aspekt
Verletzungen des Auges und deren gerichtsmedizinischer Aspekt
Originalauszug aus dem Buch von Ferdinand Ritter von Arlt um 1876
Vorliegendes Buch stellt ein seltenes Werk über die gerichtsmedizinischen Aspekte der Augenheilkunde im 19. Jahrhundert dar. Gegenständliches Kapitel über simulierte Fehlsichtigkeiten und Augenkrankheiten behandelt die Methoden und Entlarvung innovativer Militärdienstverweigerer oder Personen mit anderen Beweggründen. Die Beschreibung reicht von der Selbstverstümmelung bis zur nahezu perfekt simulierten Kurzsichtigkeit. Manche Leute nahmen starke Schmerzen und den Verlust des Sehvermögens in Kauf, andere begnügten sich mit einer mehr oder weniger guten schauspielerischen Darbietung. Allen voran war natürlich das Militär an einer Entlarvung von „Drückeberger“ interessiert.
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Das Glätten von Gläsern
Theorie und Praxis der Augengläser
Originalauszug aus dem Buch von Dr. E . H. Oppenheimer um 1904
Gut strukturiert aufgebaut ermöglicht das im Jahr 1904 veröffentlichte Büchlein “Theorie und Praxis der Augengläser” einen guten Einblick über die Anfertigung von Sehhilfen um 1900. Viele Fertigungsprozesse wie das Vorschleifen der Linsen wurde noch händisch durchgeführt. Einer Maschine traute man diese diffizile Arbeit nicht zu. Trotzdem schritt die Industrialisierung in der Augenoptik unaufhörlich voran. Beim Lesen in Dr. Oppenheimers antiquarischer Publikation wird einem der damalige, horrende Aufwand für die Anfertigung einer Brille verdeutlicht.
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