Verkauf von Fertigbrillen soll beschränkt werden

  • Bei Sehproblemen unbedingt Fachmann kontaktieren
  • 95% der Fehlsichtigen achten bei Fertigbrillen auf Lupeneffekt – völlig falsch!

Ein Verbot für den Verkauf von Fertigbrillen in Supermärkten fordern Österreichs Augenoptiker. „Fertigbrillen haben bei beiden Gläsern die gleiche Korrektionsstärke. Da aber bei rund 90 Prozent der Betroffenen die Fehlsichtigkeit auf beiden Augen unterschiedlich ist, kann das fatale gesundheitliche Folgen haben“, erläutert KR Walter Braun, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker, der sich auf ein Urteil des Landesgerichts Berlin im vergangenen Herbst beruft. Darin wurde klargelegt, dass ein Vertrieb von Fertigbrillen über nicht konzessionierte Optikerbetriebe einen Verstoß gegen das Medizinproduktegesetz bedeutet. „Wir sind auch der Meinung, dass Fertigbrillen in Supermärkten, Drogeriemärkten, Trafiken, etc. nichts zu suchen haben und appellieren an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen, endlich eine Vertriebsregelung zu erlassen“, so Braun.

Fertigbrillenverbot

Vor allem Menschen mit beginnender Alterssichtigkeit greifen beim Lesen oft zur Fertigbrille. Die vermeintliche Stärkung der Sehleistung bleibt aber bei mittel- bis langfristigem Gebrauch einer „Brille von der Stange“ zumeist nicht ohne Folgen und kann zu Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit oder schmerzenden Augen führen. Ohne entsprechende fachliche Beratung wählen außerdem 95% der Fehlsichtigen eine zu hohe Brillenstärke, da Laien fälschlicherweise auf die ver-größernde Wirkung und den Lupeneffekt achten. Wer Sehprobleme hat, sollte unbe-dingt einen Augenarzt oder Optikermeister aufsuchen!

Bildnachweis: Optikermeister/Neumayr

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

Alle Aussendungen der Bundesinnung – Übersicht


   VIP-LINKS