Sonnenstrahlen für Kinderaugen gefährlich

  • Bleibende Augenschäden durch erhöhte UV-Strahlung
  • Bis zu 80% der UV-Strahlen können bei Kindern zur ungeschützten Netzhaut vordringen
  • Vorsorge im Kampf gegen die Makuladegeneration extrem wichtig

„Kinder- und Babyaugen gehören unbedingt vor Sonnenstrahlen geschützt, um Schäden am Auge im Erwachsenenalter vorzubeugen“, appelliert Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker an das Verantwortungsbewusstsein von Eltern. Da die Augen der Kleinen klarer und lichtdurchlässiger als bei Erwachsenen sind, kann bis zu 80 Prozent der gefährlichen Strahlung eindringen. Dass eine hohe Dosis an Sonnenlicht für Kinderaugen schädlich ist, unterstreicht auch Augenarzt Dr. Patrick Marvan. „Wenn Kinderaugen dem grellen Sonnenlicht ungeschützt ausgeliefert sind, kann sich das im Erwachsenenalter rächen. Denn ungefähr ein Drittel der UV-Strahlenbelastung, die zu einer degenerativen Netzhautschädigung führt, erfolgt in der Kindheit. Im Alter ist das häufig die Ursache für eine Makuladegeneration, die das Sehvermögen erheblich verschlechtert und sogar zur Erblindung führen kann. Weil diese derzeit noch nicht wirklich erfolgversprechend behandelt werden kann, ist hier Vorsorge extrem wichtig“, informiert Dr. Marvan. Da Kinder viel im Freien sind, aber der Wunsch nach einer Sonnenbrille meist erst in der Pubertät geäußert wird, empfiehlt er Eltern Kinder bereits frühzeitig an das Tragen von Sonnenbrillen zu gewöhnen, um das Risiko von später auftretenden Schäden zu verringern.

Babysonnenbrillen

Spezielle geformte Nasenstege sind wichtig

Beim Kauf der richtigen Kindersonnenbrille gilt es allerdings einiges zu beachten. So soll sie kratzfest und bruchsicher sein und darf keine scharfen Metallteile enthalten. Damit sie nicht beim ersten Purzelbaum auf dem Boden landet, sollten die Bügel ohne zu drücken das Ohr sicher umfassen. Vor allem bei Babys und Kleinkindern sorgen verstellbare Neoprenbänder in trendigen Designs für einen optimalen Tragekomfort. Sie sind bequem und halten auch beim Spielen perfekt. Anatomisch geformte Nasenstege und Nasenpads mit großer Auflagefläche gewährleisten einen sicheren Sitz auf kleinen Nasen. Besonders wichtig: Die Brille muss das Auge vollständig vor UV-Licht schützen und sollte daher die Augen auch an den Seiten ausreichend bedecken. Und damit die Kleinen trotz Sonne nicht vollkommen im Dunkeln tappen, kommt es auf die richtige Blendschutzkategorie an. Die sollte auf der Innenseite des Brillenbügels vermerkt sein. Kategorie 0 absorbiert so gut wie kein Licht, Kategorie 4 dagegen fast alles. „Kinder, die in unseren Breitengraden auf Entdeckungstour gehen, sind mit Kategorie 2 optimal vor Blendung geschützt. Ist keine Angabe vorhanden, kann der Augenoptiker weiterhelfen“, so Bundesinnungsmeister Gumpelmayer.

Baby mit Sonnenbrille

Österreichs Augenoptikermeister bieten eine große Auswahl an Kindersonnenbrillen, die auch die anatomischen Besonderheiten des kindlichen Gesichtes berücksichtigen und damit einen hohen Tragekomfort gewährleisten. Die optimale Kindersonnenbrille filtert nicht nur alle UV-Strahlen zu 100%, sondern sorgt außerdem mit einem Blaulichtfilter für kontrastreiches und schärferes Sehen. Die klare Sicht kann zusätzlich durch entspiegelte, reflexfreie Gläser erhöht werden. Kindersonnenbrillen in dieser Top-Qualität werden von Österreichs Augenoptikermeistern individuell angefertigt.

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

Alle Aussendungen der Bundesinnung – Übersicht


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