Schlechtes Sehen erhöht Unfallrisiko auf dem Schulweg

  • 437 Kinder verunglückten 2006 in Österreich auf dem Schulweg*
  • Österreichs Augenoptikermeister bieten kostenlosen Augen-Check für Schulkinder vom 3. bis 29. September
  • Eltern sollen vor allem Augen von Schulanfängern überprüfen lassen
  • Kinderbrillen müssen perfekt angepasst sein

Vor allem die Augen von Schulanfängern sollten gleich zu Schulstart auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden, empfehlen Österreichs Augenoptikermeister. „Auf dem Schulweg haben fehlsichtige Kinder ein zehnmal größeres Unfallrisiko als ihre Mitschüler“, warnt Komm.-Rat Gerhard Gschweidl, Bundesinnungsmeister der österreichischen Augen- und Kontaktlinsenoptiker. So passierten 2006 österreichweit 437 Unfälle auf dem Schulweg*.

Schulweg

Jedes dritte Schulkind** in Österreich ist von einer Fehlsichtigkeit betroffen. Probleme mit dem Sehvermögen beeinträchtigen aber auch die schulischen Leistungen. Denn beim Verarbeiten neuer Eindrücke leisten die Augen Schwerarbeit. So nimmt das Gehirn 86 Prozent aller Informationen über die Augen auf, 9 Prozent über die Ohren und 5 Prozent über die anderen Sinne. Die Augen eines Schulanfängers sind daher beim Lesenüben und beim Erlernen feinmotorischer Fertigkeiten (Schreiben) ungewohnten Belastungen ausgesetzt.

Wachsamkeit ist aber auch in den folgenden Schuljahren angebracht. „Oft lässt die Sehkraft während eines Wachstumsschubs nach und muss in dieser Zeit mit einer entsprechenden Brille korrigiert werden“, spricht Gschweidl aus Erfahrung. Häufige Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit können Anzeichen für Fehlsichtigkeit sein. Eltern sollten ihr Kind auch nach subjektiven Anzeichen für Sehprobleme beobachten, rät Gschweidl, der auf die bewährte Zusammenarbeit von Augenoptikern und Augenärzten zum Wohle der Kinder verweist. Häufiges Augenreiben, Blinzeln, Stirnrunzeln, Kopfschmerzen und schnelle Ermüdung beim Lesen und Fernsehen sind deutliche Beschwerden infolge von Überanstrengung der Augen. Auffällige Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (häufiges Verrutschen in der Zeile, „mit-der-Nase-Schreiben“, Verwechseln von Buchstaben, Probleme mit langen Wörtern, mühsames und langsames Lesen oder sehr flüchtiges und fehlerhaftes Lesen, Probleme mit dem Blickwechsel von der Tafel zum Heft und umgekehrt) deuten auf eine so genannte „Seh-Unruhe“ hin. „Besonders sensibel ist die Phase des Lesenlernens, wenn es um die Einprägung der Wortbilder geht“, weiß Gschweidl.

Für einen guten Start sollte daher nicht nur die Schultasche in Ordnung sein, sondern auch das Sehvermögen überprüft werden. Bei Österreichs Augenoptikermeistern können sich alle Schulkinder in der Zeit vom 3. bis 29. September einem kostenlosen Sehtest unterziehen. „Das funktioniert ganz unbürokratisch und ohne Voranmeldung“, so Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Gerhard Gschweidl. Bei diesem Sehtest wird nicht nur die Sehkraft überprüft, sondern auch, ob bereits verwendete Brillen wirklich noch passen. Pfiffige Kinderbrillen werden von Österreichs Augenoptikermeistern in einer breiten Vielfalt, für alle Ansprüche und in allen Preiskategorien angeboten. „Wichtig ist, dass die Kinderbrille vom Fachmann optimal angepasst wird und damit perfekt sitzt, denn sonst wird sie immer wieder abgenommen und kann ihren Zweck nicht erfüllen“, so Gschweidl abschließend.

*Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit; **Quelle: Statistisches Zentralamt

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

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