Schwimmbadkonjunktivitis und Kontaktlinsen

  • Das kann Jedem von uns passieren
  • Entsprechende Vorsorge und rechtzeitiges Handeln ist besonders wichtig
  • Der richtige Umgang mit Kontaktlinsen fördert die Gesundheit Ihrer Augen
  • Ihr Kontaktlinsen-Optikermeister berät Sie gerne

Was will Familie Weise wissen?

Die warme Jahreszeit naht! Mit Freude denken wir an die wohl verdiente Erholung nach getaner Arbeit und das erlösende, kalte Nass im Schwimmbad. Was hat das alles mit Kontaktlinsen zu tun, fragen Sie sich? Sehr viel, denn alle Mitglieder der Familie Weise tragen Kontaktlinsen. Im Sommer fahren sie alle gemeinsam gerne in das nahe liegende Schwimmbad oder zum Badesee. Speziell in dieser Zeit entsteht bei Familie Weise immer wieder die Diskussion: Darf ich mit Kontaktlinsen ins Wasser oder nicht? Ist das hygienisch oder nicht und was könnte alles passieren, wenn…? Was steckt hinter dem Wort Schwimmbadkonjunktivitis eigentlich? Viele Fragen und eigentlich will Familie Weise „nur“ scharf sehen können.

Wasser, das sich unter der Linse ansammelt, blinzel ich einfach hinaus, sagt Herr Weise. Frau Weise ist da eher skeptisch. Sie geht meist nicht zu tief ins Wasser, damit die Kontaktlinsen ja nicht nass werden.

Warum die Sorge?

Schwimmbäder und stehende Gewässern sind die Quelle vieler unerwünschter Bakterien. Manche führen zu Pilzinfektionen wie z.B. zu Fußpilz oder Infektionen im Genitalbereich. In beheizten Becken und Whirlpools gedeihen die Bakterien besonders gut. Fließende Gewässer oder das Meer mit höherem Salzgehalt sind im Hinblick auf Infektionsgefahren daher grundsätzlich vorzuziehen. Kleinste Mikroverletzungen am Auge können böse Folgen haben. Beim Tragen der Kontaktlinsen ist es daher nachvollziehbar, dass sich diese Erreger auch in der Linse bzw. in dem Bereich zwischen Kontaktlinse und Auge absetzen kann. Familie Weise fragt sich nun, wie die Fülle an Informationen genau zu verstehen ist.

Wie können wir unterscheiden?

Im Gesamtbereich der Medizin sind Erkrankung mit der Endsilbe –itis eine Entzündung. Also ist beispielsweise eine Konjunktivitis eine Bindehautentzündung, eine Otitis eine Entzündung des inneren oder äußeren Ohres, die Rhinitis ein Schnupfen und die Gastritis eine Entzündung der Magenschleimhäute.

Eine Konjunktivitis kann durch Reiz, z.B. falsche oder kaputte Linsen, Staub oder Allergie (auch Pflegemittelallergie) ausgelöst werden. Für eine genaue Abklärung der Ursache und fachgerechte Versorgung bzw. Kontrolle der Kontaktlinsen steht der KontaktlinsenOptikermeister Ihnen zur Seite.

Die Schwimmbadkonjunktivitis ist eine auch einseitig auftretende bakterielle Bindehautentzündung, die durch Badewasser oder verkeimte Gegenstände (Kontaktlinsen, Handtücher, Kosmetika, Finger etc.) auf das zweite Auge übertragen wird. Die Infektion ist eine Kontaktinfektion. Die Entzündung der Augen kann mit eitrigem Ausfluss einhergehen. Ein Fall für den Augenarzt! Unbehandelte Schwimmbadkonjunktivitis kann zur Erblindung führen. Durch die Verabreichung von Antibiotika wird die Infektion und Entzündung gebannt.

Andererseits ist z.B. eine virusbedingte Infektion der Bindehäute meist durch wässrigen Ausfluss begleitet. Stets sind beide Augen involviert, wobei das ursprünglich infizierte röter ist als das andere Auge, weil die weißen Blutkörperchen – die Gesundheitspolizei – bereits aktiv ist. Manchmal können auch die Lymphknoten anschwellen. Auch das ist ein Fall für den Augenarzt!

Kontaktlinsen im Wasser – ja oder nein?

Für KontaktlinsenträgerInnen harter Linsen besteht beim „Untertauchen“ im Wasser die Gefahr sie zu verlieren. Dagegen saugen sich weiche wasserhältige Kontaktlinsen durch den anderen pH Wert des Badewassers beim Untertauchen an. Die Linsen gehen nicht unbedingt verloren. Der Nachteil besteht darin, dass die Linsen fester sitzen. Durch den festeren Sitz der Kontaktlinsen können die Tränen nicht ordentlich zirkulieren. Der daraus folgende Sauerstoffmangel fördert die Infektionsgefahr.

Was ist in der Hygiene zu beachten?

Ihre gesunden Augen sollen gesund bleiben! Sind sie von einer Bindehautentzündung betroffen, sind es Ihre Kontaktlinsen auch. In der täglichen Hygiene ist darauf zu achten, die Handtücher zu wechseln. Selbstverständlich hat jedes Familienmitglied ein eigenes Handtuch und verwendet nur dieses. Die benutzte Wäsche wird ausgekocht! Es empfiehlt sich dringend, Kosmetika wie Kajalstift, Make-up, Eyeliner usw. zu entsorgen. Einmal benutzt, sind sie eine Quelle der Reinfektion. Die Ausflusssiebe der Wasserhähne sollten regelmäßig entkalkt werden, da in den Poren des Wassersteins Mikroorganismen ideale Bedingungen vorfinden.

Wie werden Ihre Kontaktlinsen optimal versorgt?

Infizierte Systemlinsen wie z.B. Monats- oder Wochenlinsen werden weggeworfen. Harte, gasdurchlässige Linsen und weiche Kontaktlinsen benötigen eine gründliche Reinigung, Desinfektion und Aufbereitung durch Ihren KontaktlinsenOptikermeister und Optometristen. Die Kaltdesinfektionsmittel für den Kundengebrauch gewähren hier keine ausreichende Sicherheit. Ihr KontaktlinsenOptikermeister verfügt über spezielle Methoden zur sicheren Desinfektion bis hin zur Sterilisation. Nur so können Ihre Kontaktlinsen von unerwünschten Organismen befreit werden.

Sämtliche Kontaktlinsenbehälter und geöffneten Kontaktlinsenreiniger, Aufbewahrungs- und Desinfektionslösungen müssen weggeworfen und durch neue unangebrochene Packungen ersetzt werden.

Nach Abklingen der Symptome können die Kontaktlinsen wieder getragen werden. In den ersten beiden Wochen nach dem „Neubeginn“ sind eine oder mehrere Kontrollen Ihrer Kontaktlinsen angezeigt. Der KontaktlinsenOptikermeister und Optometrist bietet für Ihre Kontaktlinsen die optimale Versorgung.

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

Alle Aussendungen der Bundesinnung – Übersicht


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