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16.04.2004
Niederösterreich im Web
NoeWeb
Österreichischer Sonnenbrillen-Report 2004
Große Scheiben im Retrostyle dominieren
Sonnenbrillen werden immer mehr zum unverzichtbaren Mode-Accessoire.
Die Trends 2004 bilden eine Hommage an die 50er und 60er Jahre. Glamour
und Diva-Style bestimmen die Formen und Farben. Herren schützen
sich diesjährig mit auffallend maskulinen, kantigen Formen. Für
den Sonnenbrillenreport 2004 wurden vom österreichischen Optikermagazin
optikum über 60 Linien gesichtet. Neben Top-Sellern
wurde der Augenmerk auch auf so manchen Insidertipp gelegt. Tropische
Glasfarben wie etwa Kiwi oder Papaya ersetzten die konservativen Glasfarben.
Ein gutes Drittel der Sonnenbrillen werden auch heuer beim heimischen
Fachoptiker erstanden. Der Grund für den Gang zum Fachoptiker dürfte
- neben Beratung und dem Angebot im Markensegment - in der optimalen
anatomischen Anpassung im Bereich der Nasenauflagen und Brillenbügeln
liegen. Laut einer im Jänner durchgeführten Umfrage ist der
primäre Wunsch des Konsumenten ein optimaler Augenschutz,
also UV-Schutz, Bruchfestigkeit und Passform. Bereits an Platz zwei
steht der Wunsch nach einem modischen Design.
•Großflächige und abdeckende Formen
sind diesen Sommer der Renner. Für die Damen gibt es in dieser
Saison große Modelle im "Diva"-Stil. Bei den maskulinen
Modellen finden sich hingegen primär kantige Formen. "In sind
unter anderem aerodynamische Wrap-around-Designs. Unsere Kollektionen
haben die größeren Modelle wieder entdeckt. Dadurch entsteht
ein breiteres, panoramaartiges
Blickfeld", betont Andrea Speta von Luxottica. "Groß,
auffällig, farbig, mondän, Vintage – Charakteristika,
die sich in diesem Jahr an fast allen neuen Cazal-Sonnenbrillen wiederfinden",
meint Angelika Schwan von Cazal zum Sonnenbrillentrend 2004. Auch beim
Mondseer Unternehmen Menrad setzt man dieses Jahr unter anderem auf
etwas größere Formen. "Im Vordergrund stehen bei GUESS
dieses Jahr modifizierte oder streng geometrische Rechteckformen",
so Christian Weiss von Menrad.
•Sonnenbrillen in Retrostyle
werden diesen Sommer ganz vorne in der Beliebtheitsskala dabei sein.
Shades a la Elvis oder Jacky O. erleben ihr Revival. 80er-Jahre Scheibenformen
und wirkungsvolle Farbkombinationen stehen im Vordergrund. Sogar Sonnenbrillen
in Fliegerbrillenform wurden in einigen Kollektionen als Hommage an
die 80er gesichtet. Viele Elemente, die noch vor zwei Jahren als verpönt
galten sind heuer
absolut stylish. "Die neuen Sonnenbrillen orientieren sich an den
Farben und Formen der 50er bis 80er Jahre, zeigen sich jedoch in frischen
Details und modernen Materialien absolut zeitgemäß. Eben
innovativer Retro", berichtet Sandra Semesch von Rodenstock.
•Acetatgestelle
feiern sowohl bei den Herren- als auch bei den Damenmodellen 2004 ihr
großes Comeback und werden dieses Jahr ganz vorne dabei sein.
Viele der aktuellen Modelle bestehen aus handgemachten Acetatplatten,
die aus einem transparenten Grundmaterial bestehen, auf denen Oberschichtplatten
und Dekorelemente angebracht sind. "Die diesjährige Sonnenbrillenkollektion
von Ralph Lauren konzentriert sich z.B. auf quadratische, rechteckige
oder ovale Acetatfassungen mit großzügigen Formen und betonten
Materialstärken", verrät Franz Saurer von Safilo Österreich.
Besonders auffällig sind die überraschenden Farb- und Designeffekte
einiger Kollektionen, die durch das Mischen, Marmorieren und Einfärben
der Kunststoffe kreiert wurden. So entstehen Fassungen die aussehen,
als wären sie aus Knochen, Schildpatt oder Reptilhaut gefertigt.
"Die Acetat Modelle bestehen aus einem hochwertigen Material,
dass bei der Baumwollverarbeitung anfällt", betont man bei
Beryll. Auch bei Pomberger aus Bad Goisern setzt man diesjährig
ganz auf Acetat Sonnenbrillenmodelle: "Die Formen werden endlich
wieder femininer und ausdrucksstarker. Im Mittelpunkt steht bei uns
heuer ganz die Acetatfassung", erklärt Nadja-Alexandra Reinold.
•Tropische Farben für die Sonnenschutzgläser
signalisieren Dynamik, Power, Ausgelassenheit, Lebensfreude und tropische
Frische. Die neuen Farben bieten ebenso guten UV-Schutz wie braune oder
graue Scheiben. "Neben den klassischen Sonnenbrillenfarben wie
grau und braun enthält die Farbpalette für 2004 klingende
Namen wie Papaya, Lychee, Kiwi und Aqua", so Mag. Johann Pürmayr
von Silhouette.
Einige Designer vesehen ihre Sonnenbrillen mit rauchigen Abstufungen
oder Spiegeleffekten von Silber, Bernstein, Grün, Blau, Malve oder
Lila. Der Spiegeleffekt ist bei vielen Modellen nur dezent wahrnehmbar
- teilverspiegelte Gläser sorgen für einen hippen Look.
•Produkte mit einem Zusatznutzen
erfreuen sich beim anspruchsvollen Konsumenten immer mehr an Beliebtheit.
So bieten Polycarbonatgläser, Härtungen, Entspiegelungen auf
der Innenseite der Brillengläser, prismatisch kompensierte Brillengläser
bei stark gewölbten Scheiben und robuste Fassungsmaterialien greifbare
Vorteile für den Konsumenten.
"Dank des memory metal Effects von Titanflex findet die Sonnenbrille
selbst bei extremer Verformung und Belastung stets in ihre Form zurück.
Der Träger profitiert von der enormen Flexibilität der Modelle.
Ursprünglich wurde dieses Material als flexible Titanlegierung
in medizinischen Instrumenten für diagnostische und
therapeutische Zwecke und in der Chirurgie eingesetzt", berichtet
Ewald Hofbauer von Eschenbach.
TS Optik setzt heuer auf verfärbende Sonnenbrillengläser.
"Alle Serengeti-Gläser sind photochrom. Sie liefern eine bessere
Auflösung und einen höheren Kontrast, indem sie sich bei starker
Helligkeit automatisch verdunkeln und wieder aufhellen sobald sich der
Himmel bedeckt. Diese Technik ist direkt in der Glasstruktur integriert.
Der
Spectral Control Filter und polarisierte Gläser sorgen für
blendungsfreies Sehen", so Thomas Scheibl zur diesjährigen
aus Amerika stammenden Serengeti Kollektion.
•Prominente Brillenträger
Endverbraucher beobachten genau, welcher Prominente gerade welche Sonnenbrille
trägt. Dieser Trend ist unter anderem im Prominentenforum auf der
Internetseite der österreichischen Augenoptiker beobachtbar.
[Fotos: z.V.g.]
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