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April 2000

ANIMA
gesund aktiv glücklich

Augen auf beim Sonnenbrillenkauf
Optiker warnen: Nur die richtige Sonnenbrille bietet Schutz vor bleibenden Augenschäden.
Von Karin Fröschl

Die schädliche UV-Strahlung, die immer intensiver wird, gefährdet in zunehmendem Maße nicht nur die Haut, sondern auch unsere Augen. Schuld daran ist nicht nur die dünner werdende Ozonschicht. Auch unsere höhere Lebenserwartung und die modernen Freizeitaktivitäten wie Sonnenbaden, Wassersport und alpiner Bergsport verstärken das Risiko von Strahlenschäden. "Heute müssen unsere Augen bei einem Aufenthalt im Freien praktisch mit einer Oberdosis Licht fertig werden", warnt Walter Braun von der Bundesinnung der Augen- und Kontaktlinsenoptiker. Und erläutert weiter: "Extrem gefährdet sind die Augen von Kindern und Jugendlichen, da sie klarer und lichtdurchlässiger als die Augen von Erwachsenen sind".

Gefahren nicht unterschätzen
Bekannt ist, dass vor allem Wasser und Sandstrände die Strahlungsintensität enorm verstärken. Aber auch im Gebirge kann die UV-Belastung bis zu 300 Prozent höher als in der Ebene sein. Selbst die Asphaltflächen der Stadt werden bei Schönwetter zur Gefahr für die Augen und dürfen - wie die Kraft des Sonnenlichts bei leicht bewölktem Himmel - nicht unterschätzt werden. Ausreichenden Schutz bietet nur eine korrekt angepasste Sonnenbrille mit 100-prozentigem UV-Filter. Denn die langwelligen UV-Strahlen können im schlimmsten Fall bis zur Netzhaut vordringen und dort die Sehzellen zerstören.

Keine Brille "von der Stange"
Keinesfalls sollte man sich dazu verleiten lassen, eine Sonnenbrille "von der Stange" zu kaufen. Denn die falsche Sonnenbrille kann oft mehr Schaden anrichten, als nützen. Der Grund: Getönte Gläser ohne 100prozentigen UV-Filter setzen den natürlichen Schutzmechanismus der Augen außer Kraft. "Bei Helligkeit blinzelt man oder schließt die Augen Hinter dunklen Gläsern reagiert das Auge nicht auf die Blendung und ohne optimalen Filter können Teile der schädlichen Strahlung ungehindert eindringen", erklärt der Experte. Auch wer Kontaktlinsen mit UV-Filter benützt, sollte Bindehaut und Lidern zuliebe nicht auf die Sonnenbrille verzichten. Für Brillenträger, die viel im Freien unterwegs sind oder Sport betreiben, bieten sich optische Sonnenbrillen an, die komfortables Sehen ermöglichen.

Irreparable Schäden drohen
Um zu erkennen, wie wichtig die richtige Sonnenbrille auf der Nase ist, sollte man sich bewusst sein, was die Sonne am ungeschützen Auge anrichten kann: Die menschliche Hornhaut ist der erste Schutzschild und absorbiert UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 300 Nanometer. Langwelligere UVB-Strahlung wird nur mehr zu 50 Prozent, UVA-Strahlung nur zu 35 Prozent abgefangen. Der verbleibende Anteil der UV-Strahlen wird hauptsächlich von der empfindlichen Augenlinse absorbiert und ist eine der Hauptursachen für die Entwicklung von Grauem Star. Bei IGndern dagegen können bis zu 80 Prozent der Strahlung bis zum Augenhintergrund, also direkt an die Netzhaut vordringen! Fest steht, dass eine solche Strahlenbelastung zu biologischen Veränderungen an den betroffenen Augentellen führen kann, die zwar fast unmerklich vonstatten gehen, sich aber im Laufe der Jahre akkumulieren, bis der entstandene Schaden schließlich irreparabel ist.

Gefährliche Blendung
Eine weitere Gefahrenquelle, die sich mit einer gute Sonnenbrille leicht ausschalten lässt, ist die Blendung. Wassersportler leiden unter den entstehenden Nebeneffekten wie schlechter Sicht, Farbveränderungen, Ermüdung und Reizung der Augen. Beim Autofahren können Sonnenreflexe und plötzliches Geblendetwerden von vorne äußerst gefährlich werden und zu einem Unfall führen. Die Lösung: Polarisationsgläser, die aus langen, parallelen Fasern bestehen und die horizontalen, blendenden Lichtwellen blockieren, beseitigen bis zu 99,9 Prozent des Problems. 3

Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Fachoptiker oder unter www.optiker.at.


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