30.01.2004

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Augenoptik Trends 2004
Kunststofffassungen sind im Kommen

Mitte Jänner fand in München die jährliche Trendmesse für Augenoptik statt. Neben erwähnenswerten Innovationen im Bereich der Brillengläser und Kontaktlinsen sind durchaus neue Trends beim Design der Brillenfassungen erkennbar.

So sind Fassungen aus Kunststoff stark im Kommen. Toplabels wie Versace, Jaques Lemains oder Windsor bekennen dabei Farbe. So darf die Fassung schon einmal knallrot oder nachtblau sein. Designer wie Versus oder Cazal setzen neuerdings sogar auf sogenannte mehrschichtige Materialien. Beim Blick von vorne weist die Brille eine andere Farbe als von oben oder von hinten auf. Diese interessante Technik wirkt im Gesicht farbneutraler als einfärbige Materialien und wirken zumeist weicher. Chic sind auch transparente Kunststoff-Fassungen wie bei Guess oder Gucci gesehen. Randlose Brillen bleiben auch weiterhin ein augenfälliges Thema, da sie natürlich wirken und den eigenen Typ unterstreichen. Die Fassungsteile werden allerdings auch in diesem Bereich markanter und dürfen auch Verzierungen aufweisen. Silhouette und Flair haben mit technischen Lösungen bei den Bohrverbindungen zwischen Fassung und Glas die Nase vorne. Die schraubenlosen Verbindungen verhindern das lästige Ausbrechen der Gläser. Insgesamt werden die Formen bei allen Designern wieder etwas größer.

Im Bereich der Gleitsicht-Brillengläser präsentierten die Entwickler von Essilor, Rodenstock, Seiko und Zeiss für den Träger individuell angefertigte Geometrien die gegenüber den standardisierten Anfertigungen wesentlich größere Sehbereiche aufweisen. Die Augenoptiker machen bei dieser neuen Generation der Gleitsichtgläser noch mehr Messungen als bisher und können in den Produktionsprozess der Glashersteller eingreifen. Bereits beim Hersteller werden Messdaten wie unter anderem die Neigung und Wölbung der Fassung und Abstand der Fassung zum Auge berücksichtigt. Die Folge sind deutlich größere Sehbereiche und damit verträglichere Gleitsichtgläser.

Im Bereich der Brillengläser ist zudem ein eindeutiger Trend zu hochbrechenden Kunststoffgläsern zu erkennen. Die neuartigen Kunststofflinsen werden immer dünner. Grund dazu ist die hohe Brechzahl 1,74 und ein cleverer, asphärischer Schliff. Mit solchen Gläsern ist ein scharfes Sehen bis zum Rand des Brillenglases garantiert.

Auch bei den Kontaktlinsen war in München viel neues zu sehen. Im Segment der weichen Kontaktlinsen werden 2004 mehrere Produkte mit einer verbesserten Sauerstoffdurchlässigkeit auf den Markt kommen. Neu sind Tageskontaktlinsen für Fehlsichtige mit einer Hornhautverkrümmung und in bifokaler Version für altersichtige Personen. Das Segment der formstabilen Kontaktlinsen wurde um neue mehrkurvige Geometrien erweitert. Die Hornhaut kann heute nicht nur im Zentrum, sondern auch an der Peripherie vermessen werden. Anhand dieser Messdaten kann die formstabile Kontaktlinse exakt auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt werden, welche eine optimale Langzeitverträglichkeit garantiert.

Weitere Infos zur Brillen- und Kontaktlinsenoptik finden sich auf der österreichischen Website der Augenoptiker www.optiker.at und im augenoptischen Fachmagazin optikum, erreichbar im Internet unter www.optikum.at.

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