Neujahrsvorsatz: Endlich scharf sehen

Pünktlich zum Jahreswechsel wird die Liste mit den Neujahrsvorsätzen immer länger. Bei vielen Österreichern steht ein Punkt ganz oben: Endlich scharf sehen! Sie möchten endlich auch die etwas entfernteren Verkehrsschilder wieder lesen können, beim Arbeiten am Computer kein Kopfweh mehr bekommen und beim Fernsehen nicht mehr ständig die Augen zusammenkneifen müssen. Die Bundesinnung der Augen- und Kontaktlinsenoptiker beantwortet deshalb die wichtigsten Fragen rund um die Anschaffung eines Sehbehelfs.

Wo kann ich meine Sehstärke testen lassen?

Allgemein gilt der Grundsatz: Einmal im Jahr zum Seh-Check! Diesen kann man beim Augenoptiker bzw. Optometristen durchführen lassen. Das geht schnell und ohne lange Wartezeit. Sollte eine Auffälligkeit des Auges vorliegen, wird man an den Augenarzt weiterverwiesen.

Brille oder Kontaktlinsen?

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Für eine Brille spricht vor allem die praktische Handhabung. Sie ist rasch aufgesetzt und der hygienische Aufwand ist gering. Zusätzlich bietet die Brille auch Schutz gegen Zugluft, Staub und Insekten. Für Viele ist aber auch der modische Aspekt und damit die bewusste Veränderung des Aussehens immer wichtiger. Die Brille wird zum Trend-Accessoire. „Man muss allerdings beachten, dass die Brillengläser die gesehene Bildgröße verändern. Bei Weitsichtigkeit ist das Bild größer, bei Kurzsichtigkeit kleiner“, erklärt Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker.

Wer sein Aussehen nicht verändern möchte, greift eher zu Kontaktlinsen. Die Fehlsichtigkeit wird damit unauffällig ausgeglichen und das Gesichtsfeld nicht, wie im Fall einer Brille, eingeschränkt. Auch über beschlagene Gläser braucht man sich keine Sorgen machen und die Beschädigungsgefahr ist geringer, was vor allem beim Sport ein entscheidender Faktor ist. Allerdings ist bei Kontaktlinsen der hygienische Aufwand größer und eine gute Anpassung besonders zu beachten.

Wie wähle ich die richtige Brille aus?

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„Um das bestmögliche Seherlebnis zu gewährleisten, ist es besonders wichtig, auf die Qualität der Gläser zu achten und an eine Superentspiegelung zu denken“, so der Rat von Peter Gumpelmayer. Außerdem ist die Wahl des Materials entscheidend: Gläser aus hochwertigem Kunststoff sind bruchsicher und leicht.

Welche Form die Brille haben sollte, um besonders vorteilhaft zu wirken, hängt von der jeweiligen Gesichtsform ab:

  • Eckiges Gesicht: runde, ovale oder geschwungene Fassungen
  • Ovales Gesicht: fast alle Formen passen und man kann bewusst Akzente setzen
  • Rundes Gesicht: eher rechteckige oder trapezförmige Brillen
  • Herzförmiges Gesicht: ovale oder runde Rahmen und abgerundete Rechteckformen

Was spricht für oder gegen den Kauf einer Brille im Internet?

„Vom Kauf einer Brille im Internet ist dringend abzuraten“, so die Meinung des Experten. Bei einer neuen Brille ist vor allem die Messung des Augenabstands essentiell. Das optische Zentrum jedes Glases muss exakt vor der Pupillenmitte des Auges liegen. Bei Ungenauigkeiten können Prismen entstehen, die zum Beispiel für Kopfschmerzen, Übelkeit und Ermüdung verantwortlich sein können. Außerdem kann über das Internet keine Passprobe durchgeführt werden, um etwaiges Rutschen oder Drücken an Nase und Ohren zu verhindern.

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Quelle: © Silhouette

Bild 2: endlich scharf sehen 2
Quelle: © Silhouette
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Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

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