Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Nicole N.:*
Guten Tag,
ich habe folgendes Problem. In der Familie seitens meines Mannes gibt einige Fälle von starker Weitsichtigkeit (mein Mann hat 5,25 auf beiden Augen und hat als Kind stark unter seiner lange unerkannten Sehschwäche leiden müssen). Mit diesem Hintergrund, riet mit meine Schwiegermutter, mit unserem 15 monate alten Sohn zur Kontrolle zum Augenarzt zu gehen, denn sie meinte diese Sehschwäche sei vererblich. Ausserdem ist uns allen aufgefallen, dass mein Sohn in seinem kindlichen Eifer oft gegen Dinge in der Wohnung läuft, viel stolpert und sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren kann. Natürlich sind kleine Kinder selten still und fallen besonders bei Müdigkeit oft hin, doch wir wollten eben abklären, ob das alles auch wirklich nichts mit einer eventuellen Sehschwäche zu tun haben könnte.
Heute waren wir beim Augenarzt, der nach einer Pupillenerweiterung festgestellt hat, dass mein Sohn auf beiden Augen Weitsichtig ist, 3 Dioptrin, und ebenso auf beiden Augen eine Hornhautverkrümmung von 1 hat. Er riet uns, in 4 Monaten die Augen erneut untersuchen zu lassen. Mir erschienen 4 Monate des Abwartens einfach zu lang, und so sprach ich ihn auf eine Brille an. Erst dann machte er den Vorschlag, es mit einer Brille zu versuchen. Dieses Handeln hat mich etwas erstaunt, denn eigentlich müsste er als Arzt doch dementsprechendes Vorgehen vorschlagen, wenn es denn sinnvoll ist.
Als besorgte Mutter habe ich sogleich beim Optiker eine Brille bestellt. Der Optiker meinte, dass es sich um eine sinnvolle Unterstützung handele, um falsche Haltung, Konzentrationsschwäche etc vorzubeugen. Mein Sohn sehe einwandfrei, auch ohne Brille, nur würde er schneller ermüden und daraus könnte die Nervosität herrühren.
Nun bin ich doch etwas im Zweifel. Gibt es Hoffnung, dass Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung mit den Jahren Besserung erfahren? Ist diese Brille für ihn auch wirklich sinnvoll? Besteht uns nun ein kontinuierlicher Brillenwechsel bevor, wenn wir alle 6 Monate zum Augenarzt zur Kontrolle gehen?
Ich muss dazu sagen, dass wir in Spanien lieben. Fachlich habe ich schon Vertrauen gehabt zum Augenarzt und zum Optiker auch, doch wie gesagt gab es diese widersprüche, die Sie mir vielleicht klären könnten. Vielen Dank im Voraus.
Nicole


OPTIKER ONLINE:
Sehr geehrte Frau N.!*

Die Entwicklung der Auger, bei Ihrem Sohn ist noch im gange daher würde ich dem Augenarzt absolut vertrauen und erst nach einer weiteren Kontrolle über die eine Brillenkorrektur nachdenken. Bei Ihrem Sohn ist anzunehmen dass sich die Weitsichtigkeit durch das Wachstum reduziert die Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)sollte man doch nicht ausser acht lassen aus diesem grund würde ich die Kontrolle schon nach 3 Monaten empfehlen!
Auf Folgende Auffälligkeiten sollten sie achten ob ein Auge bei Müdigkeit zugedrückt wird, mit der Hand abgedeckt oder vielleicht ein Auge sogar wegdreht (verrutscht) in einen solchen Fall, bitte möglichst rasch den Augenarzt aufsuchen und Ihm dieses Verhalten mitteilen.

Helmut Bucher, MSc
Dieser Leserbrief wurde von Optometrist, Kontaktlinsenoptiker, Augenoptikermeister
Helmut Bucher, MSc beantwortet.

*Nachname des Leserbriefschreibers der Redaktion bekannt


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