Reinhard U.:*
Ich habe von einem Sturmglas nach Admiral Fitzroy gehört. Leider konnte mir niemand (auch nicht die Hersteller von Wettergeräten) den Aufbau und die Funktion dieses Gerätes erklären. Gibt es ein Sturmglas nach Admiral Fitzroy - wie funktioniert es?
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Admiral Fitzroy lebte im 19.Jahrhundert und war zu dieser Zeit als General zur See und als Meteorologe tätig. Er war ein Mitgründer des "British Meteorlogical Service" und machte einige Erfindungen im Bereich der Marinebarometer. Seine wohl berühmteste Erfindung wurde, um 1860, als das Victoriansche Admiral Fitzroy Barometer bekannt.
Es besteht aus einer Glasröhre mit einer gesättigten, farblosen, chemischen Mixtur - hermetisch abgeschlossen in einem Glastubus. Wetterveränderungen sollen sich durch ausflocken, Kristallisation und Ähnlichem, bemerkbar machen und einordnen lassen. Die entstehenden Kristalle sollen je nach Wetter unterschiedliche Gestalt und Größe annehmen. Das Gerät ist nicht von Temperatur oder Luftdruck abhängig.
Seefahrer glaubten, an Hand des Erscheinungsbildes der Kristalle, charakteristische Wetterlagen vorhersagen zu können. Admiral Fitzroy beschrieb, für einige Windrichtungen und Wetterveränderungen, Formen und Muster der Kristalle.
Das Gerät war zumeist mit einem Quecksilber-Barometer und einem Thermometer kombiniert. (Siehe Abbildung)
Der "Vorteil" für die Seefahrer war ein schnelles Erfassen der kommenden Wetterlage - über die Trefferquote gab es allerdings sehr unterschiedliche Meinungen.
Mit dem Beginn der Doktrin des "leeren Raumes" und dem Verlust des Glaubens an Äther oder Lebensenergietheorien geriet dieses britische "Meteorologieinstrument" in Vergessenheit.
*Nachname des Leserbriefschreibers der Redaktion bekannt