Leserbriefe

Wir freuen uns über Ihre Meinungen und Fragen – nutzen Sie unser Diskussionsforumsenden Sie uns einen Leserbrief! Unsere Optikermeister, Optometristen und Kontaktlinsenspezialisten antworten Ihnen.
 

Fragen zum Beruf des Augenoptikers
 
 
Joachim B.:
Ich suche dringend fuer einen Schueler in Amerika fuer eine Hausaufgabe:

Was fuer eine Art von Mathematik wird beim berechnen der Linsenstaerken benutzt?
Wie viel verdient ein Augenoptiker?
Was und wie lange muss man studieren?
Ist es richtig, dass man Kindern keine Kontaktlinsen verschreiben sollte, weil deren Augen noch wachsen? (Ich bin selbst Brillentraeger.)

Wenn Sie noch etwas mehr Zeit haben:

Denken Sie dass in der Schule eine gute Vorraussetzung in Sachen Mathematik fuer ihren Beruf und im allgemeinen gemacht wird?
Gibt es viele Bewerber fuer ihren Beruf oder hat man gut Chancen eine Stelle zu finden?
Gibt es besondere Erneuerungen bei Brillen und Kontaktlinsen?
Was wuerden Sie Jugendlichen als gute Vorraussetzung fuer ihren Beruf empfehlen?

Bitte antworten Sie so schnell wie moeglich (am besten heute)
Vielen Dank fuer ihre Hilfsbereitschaft im voraus.

Joachim Boeske
 

Optiker Online! RedakteurIn:
Sehr geehrter Herr B.!

Sehr geehrter Herr Böske!

In der Reihenfolge Ihrer Fragen versuche ich Ihnen kurze und prägnate Antworten zu liefern:

  • Neben den allgemeinen geometrischen Formeln (Pythagoras, Trigonometrie, …) gelangen unter anderem (eine kleine Auswahl) das Reflexionsgesetz, Brechungsgesetz, Brerwstersches Gesetz (Polarisation), Prismen- und Beugungsberechnungen zum Einsatz.
  • Der Verdienst orientiert sich in unserer Branche enorm nach der Leistung. Mindestlöhne sind jedoch nach dem Kollektivvertrag geregelt und sind abhängig von der Verwendungsgruppe und den Verwendungsgruppenjahren.
  • Als angehender Augenoptiker geht man zuerst 3,5 Jahre in die Lehre (siehe Leserbrief http://www.optiker.at/leserbriefe/brief030.htm) und kann anschlißend die Lehrabschlußprüfung ablegen. Nach weiteren 2 Jahren kann zur Meisterprüfung angetreten werden. Wieder 2 Jahre später kann die Befähigungsprüfung zum Kontaktlinsenoptiker abgelegt werden. Letztere setzt einen über 400 stündigen Lehrgang mit Anwesenheitspflicht voraus.
  • Nein, Kontaktlinsen können prinzipiell im jeden Alter angepaßt werden, wenn der Träger (bzw. die Eltern) die Manipulation mit den Kontaktlinsen vollständig beherrschen. Die Sinnhaftigkeit kosmetischer Kontaktlinsen ist bei Kindern jedoch fragwürdig.
  • Die Schulen bieten prinzipiell sicherlich eine gute Basis im Fach Mathematik. Leider bemerken wir aber manchmal, bei jungen Bewerbern, Unkenntnisse bei den Kopfrechnungsarten und bei anderen “einfachen” Berechnungen wie z.B. den Flächeninhalt.
  • Es gibt relativ viele Bewerber für unseren Beruf, da die Ausbildung bei einem Eigenengagement gute Berufsaussichten ermöglicht. Die Chancen eine Stelle zu finden ist trotzdem gut – engagierte Optiker haben auch kein Problem bei der Jobsuche!
  • Wie bereits im Leserbrief http://www.optiker.at/leserbriefe/brief030.htm beschrieben sind folgende Fähigkeiten von Vorteil:
      •          Handgeschicklichkeit, Fingerfertigkeit
      •          Mathematisch, rechnerische Fähigkeiten
      •          Technisches Vorstellungsvermögen
      •          Kontaktfreudigkeit und Sprachfertigkeit (Kunden)
      •          Teamgeist
      •          Logisch-analytisches Denken
      •          Lernfähigkeit und gute Motivation

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