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Kontaktlinsen und trockene Augen |
Computerarbeit und Tätigkeiten welche eine hohe visuelle Aufmerksamkeit erfordern führen zu einer Herabsetzung des Lidschlages (geringe Blinkfrequenz) und damit zu einer Verdunstung des Tränenfilmes. Durch den selten ausgeführten Lidschlag trocknet die Hornhaut aus. Klimaanlage, Zug, Heizperiode, geringe Luftfeuchtigkeit und Zigarettenrauch begünstigen das Phänomen. Schlechte Ernährung, Medikamente und andere Faktoren begünstigen ebenfalls ein sogenanntes "trockenes Auge".
Die Symptome äußern sich zuerst mit einem Fremdkörpergefühl, später durch Augenbrennen, Lichtscheu und Juckreiz.
Die beste Lösung für ein
mehrstündiges Arbeiten am Bildschirmarbeitsplatz ist die Benutzung
einer optimal eingestellten Brillenkorrektur.
Für eine Verbesserung des
Kontaktlinsen-Tragekomforts sind absichtlich, willentliche und vollständige
Lidschläge empfehlenswert.
Weiters anzuraten sind Arbeitspausen
und eventuell, auf Empfehlung Ihres Anpassers, die Verwendung spezieller
Benetzungsmittel.Von der Verwendung "frei verkäuflicher Tropfen" ohne
Konsultation Ihres Kontaktlinsenspezialisten
ist abzuraten.
Folgende Faktoren können die Benetzung von Kontaktlinsen beeinträchtigen:
Arbeitsbedingungen
| Computerarbeit oder Tätigkeiten welche eine hohe visueller Aufmerksamkeit erfordern. Außerdem benötigt die Bildschirmsrbeit zumeist ein häufiges Blicken nach oben. Je höher nach oben gesehen wird, um so weiter sind normalerweise die Augen geöffnet. Daraus resultiert eine schnellere Tränenverdunstung. | Pausen machen, Verwendung von Benetzungsmittel unter Anleitung des Anpassers. Den Monitor nach Möglichkeit eher tiefer plazieren. |
| Klimaanlage, Zug, warme Heizungsluft, Dämpfe, Luftschadstoffe | Nach Möglichkeit vermeiden, Verwendung von Benetzungsmittel unter Anleitung des Anpassers |
Medikamente
Aspirin, Antidepressiva, Migränemittel,
Beruhigungsmittel, Antieleptika, Morphin, manche Schlafmittel, manche blutdrucksenkende
Mittel, Glaukompräparate, Antihistaminika, Anti-Baby-Pille
(Quelle: NOJ 3/94; Mag.pharm. Ilse
Stockinger)
Lebensmittel und Lebensführung
Der Tränenfilm wird auch durch
unsere Ernährung beeinflußt. Zuviel Kohlehydrate (Zucker) und
gesättigte Fette (tierische Fette) sollten vermiede werden. Nikotin
hat ebenfalls eine negative Auswirkung auf den Tränenfilm.
Weitere Faktoren
Krankheiten, Vitaminmangel, Menstruationszyklus
und Schwangerschaft
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