Die Sonnenfinsternis „richtig“ sehen

Am Freitag, den 20. März, lohnt sich ein Blick aus dem Fenster. Da erwartet uns nämlich eine Sonnenfinsternis, die partiell auch bei uns in Österreich gesehen werden kann. Aber Achtung: Wer mit bloßem Auge, einem ungefilterten Fernglas oder einem Teleskop direkt in die Sonne schaut, riskiert gravierende Augenschäden bis hin zur Erblindung, warnt die Bundesinnung der Augenoptiker / Optometristen. 

Partielle SonnenfinsternisUm das Naturspektakel bewundern zu können, ist der Schutz der Augen wichtig

Pünktlich zum Frühlingsbeginn findet am 20. März 2015 ein Naturspektakel der besonderen Art auf der Nordhalbkugel statt: eine totale Sonnenfinsternis. Die Totalitätszone zieht sich durch den Nordatlantik, von Neufundland bis zum Nordpol. Doch auch in Österreich ist die Finsternis partiell sichtbar. In Wien, zum Beispiel, beginnt sich um 9:37 Uhr MEZ der Mond vor die Sonne zu schieben, wandert vom rechten zum linken Sonnenrand und wird sie zu knapp 63 % bedecken. Das ganze Spektakel dauert rund eineinhalb Stunden.

Finsternisbrillen aufsetzen!

So lange das Wetter mitspielt und die Wolken einen Blick auf die Sonne freigeben, steht uns also ein Ereignis, wie wir es nur wenige Male in unserem Leben zu sehen bekommen, bevor. Doch eines darf man dabei auf gar keinen Fall vergessen: Die Finsternisbrille! „Blicken Sie keinesfalls mit ungeschützten Augen in die Sonne“, warnt Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker, „bereits ein einziger Blick durch ein Fernglas ohne entsprechende Filter kann in Sekundenbruchteilen gravierende Netzhautschäden verursachen oder sogar zum völligen Verlust der Sehkraft führen!“

Spätfolgen erst nach Jahrzehnten 

Das fokussierte, energiereiche Licht zerstört auf der Netzhaut die helligkeitsempfindlichen Stäbchen und die farbempfindlichen Zapfen der Augen. Die Folge ist ein blinder Fleck, der in späteren Jahren zu schweren Sehbehinderungen führt. Kinder und Jugendliche sind in dieser Hinsicht besonders gefährdet, da sie sich weniger Gedanken um den richtigen Schutz machen. Die Folgen können sich nach Jahrzehnten in schweren Sehbehinderungen bis hin zur Blindheit zeigen. „Die Tatsache, dass die Netzhaut schmerzunempfindlich ist, macht die Gefahr umso größer. Denn so nimmt man die schädliche Strahlung nicht sofort wahr und wenn man bemerkt, dass mit den Augen etwas nicht stimmt, ist es bereits zu spät“, erklärt der Bundesinnungsmeister der Österreichischen Augenoptiker / Optometristen.

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Bild: partielle Sonnenfinsternis © Walter Wondrak, Planetarium Wien

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Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

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