Brillen für Kinder

  • Info zur Radio Wien Ausstrahlung am 25.08.2007
  • Ich will nicht lesen!

Visuelle Wahrnehmungsstörungen bei Kindern – oder „die Leiden des fleißigen Faulpelz“ – werden bald Thema besorgter Eltern, deren Kinder Lernschwierigkeiten haben. Wir wissen, dass 90% der Sinneswahrnehmungen über die Augen erfolgen. Nicht nur Kurz- oder Weitsichtigkeit beeinflussen unsere optische Wahrnehmung. Nahezu immer unentdeckt bleiben Winkelfehlstellungen und unkoordinierte Bewegungen der Augenpaare. Beides ist für den Lesefluss und das Leseverständnis unserer Kinder wichtig. Die Auswirkungen zeichnen sich am Lernerfolg betroffener Kinder ab. Oft genügen bereits leichte Abweichungen – die offiziell noch im Normbereich liegen – um den schulischen Alltag zu erschweren. Bekannte Einstufungen wie Konzentrationsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeitsdefizit und Legasthenie sind die Folge.

Das normierte, weltweit anerkannte Optometric Extension Programm, von einigen Optometristen im Bereich der Landesinnung Wien der Augenoptiker angewandt, schafft Klarheit. Winkelfehlstellungen und Augenkoordination werden erkannt, womit ein erster Schritt zur Problemlösung stattfindet.

Was ist das Besondere an Kinderbrillen?

Kinderbrillen, die nicht getragen werden (wollen), müssen unbedingt auf ihre zielführende Eignung geprüft werden. Kinder tragen die Brillen gerne, die ihnen helfen besser zu sehen und mit ihrer Umgebung gut zurecht zu kommen. Wie nützlich sind also jene Kinderbrillen, die nie kaputt werden, deren Gläser unzerkratzt bleiben und deren Fassungen nie verbogen werden?

Kinderbrillendesigns sind an die Formgebung der Kindergesichter angepasst. Spezielle Schwerpunkte sind die Bruchsicherheit und Formfestigkeit zu legen. Moderne Technologien erlauben auf die Erfordernisse der kindlichen Haut, des sich entwickelnden Knochenbaus sowie die außerordentliche, vielfach raue und dauernde Beanspruchung durch Spiel und Sport einzugehen.

Kinderbrillen dürfen nicht rutschen! Kinderbrillen müssen passen und „sitzen“!

Kinderbrillen dürfen – wie übrigens alle Brillen – nicht auf der Wange liegen! Die Auswahl bei Ihrem Augenoptiker bietet heute ein vielfältiges Angebot. Kunststoffbrillen aus speziellen Materialien, Brillenfassungen aus widerstandsfähigem, formstabilen, antiallergischem Titan, bruch- und splitterfeste Brillengläser aus Polycarbonat sind die erste Wahl für unseren Nachwuchs. Merkmale wie so genannte „Gespinstbügel“ und weich aufliegende, zur Kindernase passende Nasenstege kennzeichnen die Qualität der modernen Kinderbrille. Bunte Farben, hübsche kindergefällige Formen, „Funfaktor“ inklusive, erfüllen darüber hinaus die Erfordernisse kindgerechter Brillen.

Ab welchem Alter können Kontaktlinsen getragen werden?

In besonderen Fällen tragen bereits Babys Kontaktlinsen. Kontaktlinsen sind also an kein Alter gebunden. Eine gute Entscheidungshilfe ist der Wille des Kindes, Kontaktlinsen selbst zu tragen. Voraussetzung dafür ist, sich die Kontaktlinsen auch in die Augen einsetzen zu lassen, bzw. selbst einsetzen zu können. Erfahrungsberichte zeigen Kinder, die bereits im Alter von 5 Jahren Kontaktlinsen selbständig hantieren, während andererseits Erwachsene im fortgeschrittenen Alter dies verweigern.

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

Alle Aussendungen der Bundesinnung – Übersicht


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