Bildschirmarbeit verlangt den Augen Höchstleistung ab

  • 88% aller PC-Nutzer leiden nach drei Stunden an „Computer Vision Syndrom“
  • Kopfschmerzen, Augenbeschwerden und Verspannungen sind die Folgen
  • Bereits kleinste Sehfehler machen sich bei PC-Arbeit bemerkbar
  • Österreichs Augenoptikermeister empfehlen regelmäßigen Augen-Check

Kopfschmerzen, Augenbeschwerden und Verspannungen treten bei Menschen, die täglich mit dem Computer arbeiten, sehr häufig auf. Schuld daran sind in den meisten Fällen die Augen, die mit den hohen Ansprüchen, die eine intensive und andauernde Arbeit am Bildschirm an sie stellt, nicht fertig werden. Bereits nach drei Arbeitsstunden am Computer treten bei 88 Prozent der Betroffenen Veränderungen der normalen Augentätigkeit auf, die unter Experten als „Computer Vision Syndrom“ bezeichnet werden. Dabei vermeiden die Augen die häufige Refokusierung, die nach jedem Lidschlag notwendig wäre und blinzeln einfach weniger. Die Folgen sind verschwommenes Sehvermögen, Lichtempfindlichkeit, verlangsamte Umstellung von Nah- auf Weitsicht, sowie eine veränderte Farbwahrnehmung.

Bildschirmarbeit

„Bei acht Stunden Arbeit am Bildschirm kommt es zu 12.000 bis 33.000 Kopf- und Blickbewegungen und 4.000 bis 17.000 Pupillenreaktionen“, weiß Komm.-Rat Gerhard Gschweidl, Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker und ergänzt, dass diese permanente Belastung der Augen eine regelmäßige Kontrolle der Sehkraft unbedingt erforderlich macht. „Besonders erschreckend ist auch, dass beinahe jeder Dritte am Bildschirm Arbeitende eine falsche oder gar keine Brille trägt, obwohl seine Augen fehlsichtig sind“, so Gschweidl. Daher bieten Österreichs Augenoptikermeister in der Zeit vom 3. bis 21. Dezember 2007 einen kostenlosen Seh-Check für alle an, die am Computer arbeiten.

„Bereits kleinste Sehfehler machen sich vor dem PC bemerkbar. Werden diese nicht oder falsch korrigiert, leiden die Betroffenen bei einer Bildschirmtätigkeit schnell an nachlassender Leistungsfähigkeit, rascher Ermüdung, Kopfschmerzen und Haltungsschäden“, informiert Gschweidl und empfiehlt beim Auftreten dieser Symptome unbedingt die Verwendung einer speziellen Bildschirmbrille. Diese weist im Vergleich zu Lese- und Gleitsichtbrillen einen breiten mittleren Sehbereich auf, sodass ein scharfes Sehen auch beim ständigen Blickwechsel zwischen Tastatur, Schreibtisch und Bildschirm gesichert ist. Hinzu kommt, dass die Flexibilität der Augen und damit die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Distanzen rasch einstellen zu können, ab dem 40. Lebensjahr deutlich abnimmt. Umso wichtiger wird die Verwendung einer individuell angefertigten Bildschirmbrille, um die Augen bei ihrer Arbeit entsprechend zu unterstützen. Zusätzlich empfehlen Österreichs Augenoptikermeister bei langer Bildschirmtätigkeit die Verwendung von Augenerfrischungstropfen, wodurch das Auge befeuchtet wird und wieder aktiver arbeiten kann.

5 Tipps für die Arbeit am Bildschirm
  1. Der Bildschirm soll senkrecht zur Lichtquelle stehen, um Blendungen und Spiegelungen zu vermeiden.
  2. Den Bildschirm mindestens in einem Abstand von 70 cm zum Körper positionieren (entspricht in etwa einer Armlänge).
  3. Alle 15 Minuten brauchen die Augen eine Pause. Ein Blick in die Ferne wirkt besonders entspannend. Das mehrfache schnelle Blinzeln erfrischt die Augen und erneuert den Tränenfilm.
  4. Die Verwendung von Brillen mit getönten Gläsern sollte vermieden werden, da sich das Auge durch den Verdunkelungseffekt nur noch mehr anstrengen muss.
  5. Regelmäßige Kontrollen der Sehstärke sollten eingehalten werden.

Eine Information von der Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Branchenzweig Augenoptik.

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