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Eine der ältesten Abbildungen einer Brille befindet sich im Augustinerchorherrnstift in Klosterneuburg. Auf dem 1439 entstandenen Gemälde des Flügelaltars (Polyptychon) trägt einer der Apostel eine Nietbrille. Das große Polyptychon zeigt insgesamt vier Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria. Das Gemälde wurde von König Albrecht II. gestiftet und von einem unbekannten österreichischen Maler geschaffen.
Die Abbildung links zeigt nur einen Ausschnitt des Bildes. Die Szene mit der Brille stellt Marias Tod dar. Die Apostel stehen betend an ihrer Ruhestatt. Ohne der Brille könnte der Apostel wohl das Gebetbuch nicht lesen. Er ist der Älteste von den drei Gestalten, die in das Buch blicken.
Außergewöhnlich deutlich kann man die Ausbuchtungen an den Fassungsrändern - die sogenannten Schließblöcke - erkennen. Mit ihrer Hilfe und mit Fäden wurden die Gläser in der Fassung fixiert. |